Mittwoch, 26. September 2007

Es fährt ein Zug ...

2012 könnte es soweit sein: Münchner Bürger, Reisende und Schaulustige könnten den ersten kommerziell betriebenen Transrapid in Deutschland betreten, und sich am Wunder der Technik erfreuen. Wäre da nicht das „könnte“.

Fakt ist momentan nur: Das Finanzierungskonzept steht und die Magnetschwebebahn ist von den Landespolitikern beschlossene Sache. Die SPD im Münchner Rathaus sieht das allerdings anders. Sie bevorzugt nach wie vor eine Anbindung des Flughafens, der über 30 Kilometer vor der Stadt liegt, durch eine Express-S-Bahn. Sie wäre vom Hauptbahnhof etwa 45 Minuten unterwegs, der Transrapid etwas mehr als 10 Minuten. Billiger wäre die S-Bahn-Lösung zwar, aufgrund der chronischen Überlastung der vorhandenen Tunnel in der Stadt könnten die Kosten aber explodieren.

1,85 Milliarden Euro soll der Transrapid nun Kosten. Davon trägt die Stadt München satte Null Euro. Und dennoch regen sich die Politiker um Oberbürgermeister Christian Ude und grüne Landtagsabgeordnete auf und wollen vor Gericht ziehen, um den Zug zu verhindern. Das wirft natürlich eine Frage auf: Warum sollten die Stadtväter ein derartiges Geschenk ablehnen?

Nun, wir bewegen uns in der Politik. Und da herrschen bekanntlich Neid und Missgunst. Der eine ist auf die Leistung des anderen nicht gerade stolz, Parteien bekriegen sich über längst ausgelutschte Themen. Argumentiert wird, die Kosten seien nicht überschaubar, die Kalkulation veraltet. Klar ist: Der Transrapid muss in Deutschland kommen, auch wenn die Kosten astronomisch explodieren. Nicht noch einmal dürfen wir eine derart zukunftsträchtige Erfindung aus der Hand geben und dem Ausland zuschanzen.

Sicher hätte es bessere Strecken gegeben als die Anbindung eines Flughafens, der Transrapid ist schließlich ein Langstreckenzug. Aber, ein bisschen Optimismus darf auch sein, vielleicht kommen die ja noch. Warten wir ab, ob der Zug 2012 in München fährt. Wenn ja, freuen wir uns und warten auf weitere Anwendungsgebiete. Nur dann kann es sein, dass wir, bei unserer Arbeitsgeschwindigkeit in Deutschland, das nicht mehr erleben.
(Bild: Transrapid Fotomontage, Quelle: Transrapid-Konsortium)

Freitag, 14. September 2007

Eva und die 68er

Zwar beginnen sich langsam die Wogen zu glätten – ausgestanden ist das Trara um Eva Herman allerdings nicht. Glücklicherweise, wird da der überzeugte Demokrat sagen, schließlich gibt es noch so einiges zu diskutieren.

Eines zeichnet sich aber, besonders in den Forendiskussionen, immer mehr ab: Eva Herman wurde nicht aufgrund ihrer Äußerungen bezüglich des Nationalsozialismus vom NDR entlassen. Vielmehr war einigen Funktionären Hermans Kritik an der Generation der 1968er ein Dorn im Auge. Bei genauerer Betrachtung ihrer Äußerungen und auch ihrer Bücher fällt auf: Hier positioniert sich eine Frau gegen die 68er. Hier wehrt sich jemand gegen die Antiautorität und dagegen, dass Kinder sich selbst überlassen werden. Werte wie Achtung und Respekt, sowohl von den Kindern gegen ihre Eltern, aber auch von der Gesellschaft gegen Mütter, werden nach Hermans Meinung zu stark in den Hintergrund gedrängt, ja gar vernachläsigt.

Systematische Ausschaltung einer kritischen Stimme

Kurz zusammengefasst meint Hermans Zitat (siehe voriger Blogeintrag) folgendes: Es hat immer Werte gegeben, die niemals in Frage gestellt wurden, auch von den Nationalsozialisten nicht. Die Generation der 68er hat es allerdings geschafft, sie zurückzudrängen, teilweise gar auszulöschen. Klar, dass derartige Aussagen die heute etablierten 68er (die übrigens genauso geworden sind, wie sie selbst nie werden wollten) stören dürften ...

Mittwoch, 12. September 2007

Wider das Grundgesetz

„... es war nicht alles schlecht“.

Mit dieser simplen Weisheit hat sich Eva Herman aus ihrem Job beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) katapultiert. Derart schnell ist wohl noch niemals zuvor eine Moderatorin ihren Job los gewesen. Was war passiert?

„Es gibt Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein, die auch im Dritten Reich gefördert, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft.“ So soll sich Eva Herman geäußert haben. Verwerflich? Nein, höchstens ungeschickt. Aber dass mit einer kleinen Anspielung auf die NS-Zeit in Deutschland noch immer eine derartige Lawine losgetreten wird, beunruhigt.

Eva Herman, Moderatorin der Talksendung Herman & Tietjen und zuvor Nachrichtensprecherin bei der ARD, wurde innerhalb weniger Stunden von den NDR-Chefs auf die Straße gesetzt, ihre Verträge aufgelöst. Aber wer hat sie wirklich entlassen? Mit Sicherheit nicht das Fernsehen, sondern die Politik.

Weiterer Schritt zur Aushöhlung der Meinungsfreiheit

Im Endeffekt ist Hermans Rauswurf ein Affront gegen das Grundgesetz. Auch eine in der Öffentlichkeit stehende Moderatorin darf sich persönlich äußern. Kritische Journalisten sind besser als angepasste. In diesem Fall schienen es aber (wieder einmal) alle Beteiligten mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung nicht so genau genommen zu haben.

Warum die Politik? Wie alle öffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten ist auch der NDR hoch politisiert. In den Gremien sitzen nur Funktionäre, die absolutes Vertrauen ihrer Ernenner genießen – und die wiederum sind Politiker. Hätte der NDR sich zurück gehalten, wäre die Sache nach wenigen Tagen vergessen gewesen. Aber nun haben wir den Salat; einen Skandal, der zugleich ein Angriff auf die Freiheitswerte unserer Gesellschaft ist.

Mittwoch, 29. August 2007

Soll auch ich „Downshiften“?

Immer wieder werden wir von Modebegriffen traktiert, die vor Kurzem noch niemand kannte, die aber plötzlich in aller Munde sind. Dazu gehört das so genannte Downshifting.

Dieser englische Begriff meint zwar prinzipiell nichts anderes als Herunterkommen, Abschalten, Ruhe einkehren lassen. Aber heute kann eben jeder mit ein bisschen Geschäftssinn aus scheinbar banalen Themen etwas machen. In den USA funktioniert der Begriff schon länger, nun hat es – betrachte man nur die Bestsellerlisten – auch uns erwischt. Das beweist problemlos Hape Kerkeling, der nun schon gefühlt seit einer Ewigkeit mit Ich bin dann mal weg ganz weit oben steht.

Nein, niemand möchte dem geplagten (Büro-)Arbeiter seine Ruhepausen nehmen, aber ob es gleich der buddhistische Teppich in der Büroecke sein muss? Wie immer werden Modeerscheinungen hoch gelobt und verschwinden dann wieder ganz schnell. So war es immer und so wird es immer bleiben.

Ach übrigens: Ich bin auch ein Downshifter. Während ich diesen Eintrag schrieb, habe ich über 40 Mal die Taste Shift an meiner Tastatur nach unten gedrückt.

Mittwoch, 22. August 2007

Warum ich StudiVZ & Co. verschmähe

Datenschützer vermuten hinter Portalen wie dem StudiVZ oder den MySpace-Seiten seit jeher den ultimativen Daten-GAU. Bisher war ich da skeptisch, denn: Wer etwas über mich erfahren wollte, konnte schon immer meinen Namen einfach in Google eingeben und bekam dann die Infos aufgelistet: Wer ich bin, was ic so mache, für wen ich arbeite, ...

Nun scheint das aber eine ganz andere Dimension zu bekommen. Mit Spock.com ist in den USA ein Anbieter an den Start gegangen, der eine Personen-Suchmaschine anbietet. Dort tippe ich einen Namen ein und erhalte sofort Infos zur Person – ohne lange Suche und ohne Blättern durch verschiedenste Google-Suchergebnisse. Neben dem Namen sind auch Details aufgelistet, die nicht gerade jeder erfahren sollte: politische Gesinnung, Bilder von Saufpartys an der Uni usw. Es scheint kein Ende zu nehmen.
Nur wie geht das? Ganz einfach: Spock.com nimmt sich bevorzugt die Nutzerprofile aus Communitys wie dem StudiVZ vor. Auch geschützte Daten kann der Dienst auslesen, selbst wenn sie nicht als öffentlich markiert sind. Wer sich einmal z.B. bei MySpace umgeschaut hat, wird staunen. Ein künftiger Arbeitgeber findet auf einer derartigen Seite mehr über seinen (dann nicht mehr) zukünftigen Mitarbeiter als in einem noch so ausführlichen Lebenslauf.

Fazit: Manchmal ist es doch besser, nicht mit dem Strom zu schwimmen. Ich bleibe Seiten wie dem StudiVZ besser fern.

Montag, 20. August 2007

Turbulente Zeiten

Wir leben in „heißen Zeiten“. Klar, dieses Aussage trifft sowohl heute als auch morgen zu. Und einige würden sicher behaupten, dass die Zeiten doch schon immer so waren. Okay. Ich ziehe diese Aussage zurück – aber nur zum Teil.
Wer einige seiner „übrigen“ Euros an der Börse investiert hat, sei es in Fonds, Sparplänen oder Aktien, der wird in den vergangenen Tagen ganz schön mit seinem Geld gelitten haben und muss zu Beginn der neuen Woche feststellen, dass wohl das gute alte Sparbuch so verkehrt nicht ist.
Da ich auch genug habe von dem ewigen Auf und Ab, studiere ich zur Zeit einige Investment-Theorien. Mal schaun, was dabei herauskommt. Denn: Ein Buch mit dem Titel „Wie investiere ich richtig“ kann prinzipiell jeder schreiben, entscheidend ist aber, ob auch beim Leser etwas davon ankommt. Näheres zu meinen Leseabenteuern gibt's demnächst.

Sonntag, 15. Juli 2007

Harry Potter beherrscht den Juli

Der diesjährige Sommermonat Juli steht eindeutig im Zeichen des extrem beliebten Zauberlehrlings Harry Potter. Seit dem 11. Juli läuft die Verfilmung des fünften Bandes im Kino.

Sarah Böhlau und Marius Joa haben Harry Potter und der Orden des Phönix gesehen. Hier und dort lesen Sie ihre Kritiken.

In weniger als einer Woche, am Samstag den 21. Juli erscheint mit Harry Potter And The Deathly Hallows der siebte und letzte Band der Fantasyreihe. Für die deutsche Übersetzung muss man noch bis zum 27. Oktober d. J. warten.

Am 20. November 2008 soll übrigens die Verfilmung des sechsten Bandes, Harry Potter und der Halbblutprinz, ins Kino kommen.

Freitag, 15. Juni 2007

Fluch der Karibik 3

Mit über 750 Millionen Dollar weltweitem Einspielergebnis ist Pirates Of The Caribbean - Am Ende der Welt nach drei Wochen in den Kinos schon jetzt ein sehr großer Erfolg.

Die Vieraugen-Redaktion hat sich den dritten Teil der Piratenfilmreihe mit Johnny Depp angesehen. Hier lesen Sie die Kritik von Lena Stadelmann. In seinem Blog Medien und mehr gibt Marius Joa seine Meinung wieder.

Übrigens: dem zweiten Teil Pirates Of The Caribbean - Fluch der Karibik 2 gelang es als drittem Film bisher die Milliarde bei den Einspielergebnissen zu knacken. Fluch der Karibik spielte 650 Millionen Dollar ein.

Pirates Of The Caribbean - Am Ende der Welt läuft seit dem 24. Mai in Deutschlands Kinos. Die beiden Vorgänger gibt es seit geraumer Zeit in verschiedenen DVD-Auswertungen.

Dienstag, 12. Juni 2007

Der Klimaschwindel

Danke, RTL.

Endlich hat sich ein deutscher Fernsehsender der schon im März diesen Jahres im britischen Fernsehen ausgestrahlten Reportage „The Great Global Warming Swindle“ angenommen. Die Kölner bearbeiteten und kürzten zwar stark, denn blieb die Grundaussage unverändert: Für den Klimawandel ist nicht der Mensch und sein CO2-Ausstoß verantwortlich, Klimawandel ist etwas vollkommen Natürliches.

Natürlich ist es keineswegs falsch, effizientere Autos oder eine Wasser sparende Waschmaschine zu kaufen. Dennoch: Hinter jeder Politik, ob umweltschädlich oder -schonend, stecken finanzpolitische Ziele. Was lernen wir daraus? Verstand einschalten, informiert bleiben und nicht in Panik versetzen lassen.

Übrigens: Die Reportage mit anschließender Diskussionsrunde war für RTL kein Erfolg. Die Einschaltquoten lagen unter dem Senderschnitt. Vielleicht sollten sich ARD oder ZDF dem Thema etwas mehr widmen.

Weiterführende Informationen gibt's entweder in diesem Artikel von Welt Online oder beim Videoportal YouTube. Dort kann die Sendung in der englischen Originalfassung, aufgeteilt in mehrere Episoden, angesehen werden.

Montag, 30. April 2007

Der Fluch der goldenen Blume

Über den neuen Film von Chinas Starregisseur Zhang Yimou (Hero, House Of Flying Daggers) ist sich die Vieraugen Kinoredaktion ziemlich einig. Der Fluch der Goldenen Blume bietet tolle Bilder, kann aber aufgrund des vollkommen überzogenen Finales nicht überzeugen.

Lesen Sie die Filmkritik von Sarah Böhlau auf der Vieraugen Kinoseite sowie eine weitere von Marius Joa in seinem Blog Medien und mehr

Der Fluch der Goldenen Blume läuft seit dem vergangenen Donnerstag (26. April) in den deutschen Kinos.

Samstag, 28. April 2007

Grillparty am See

Ja, der sommerliche Frühling geht ohne Pause weiter. Nach einem Eisdielenausflug vor zwei Wochen steht mittlerweile die nächste Stufe des Vergnügens an: eine Grillparty am See.

Klar: Auf so eine Idee kämen wir selbst nie, wir würden den Grill einfach im Garten aufstellen. Aber von Freunden lässt man sich doch gerne mal inspirieren, vor allem, wenn es sich um eine Geburtstagsfeier handelt.

Also: Wir genießen die Freiluftsteaks und machen somit endgültig den "super spannenden" Horrorfilm vom Donnerstag vergessen. Nun denn: Prost, denn das kühle Bier liegt neben uns angekettet im Wasser.

Freitag, 27. April 2007

Abkühlung im Kino – mit „Horror“

Lange gab es keinen Blog-Eintrag mehr, hier ist wieder einer.
Gestern haben wir uns im, zum Glück klimatisierten, Kino The Reaping angeschaut, die Kritik folgt zum Wochenende. Eines sei aber vorab schon einmal verraten: Es handelt sich zwar um einen soliden Film, jegliche Überraschung bleibt aber aus.

Da am Ende einer Filmkritik aber auch Hinweise auf andere Filme des Genres folgen sollen, habe ich mir eine Neubewertung von The Ring auferlegt. Die Kritik steht bereits hier online.

Nun ja, genießen wir die weiterhin heißen Tage und lassen uns ab und zu mal den eiskalten Schauer den Rücken hinunter laufen.

Samstag, 14. April 2007

Das erste Freiluft-Eis 2007

Wir haben gerade einmal Mitte April und schon hat der Sommer Deutschland voll im Griff. Fast 30 Grad messen wir in der Bamberger Innenstadt, wo gerade das erste Freiluft-Eis des Jahres im Magen gelandet ist.
Das bedeutet also: Entweder wird der Sommer 2007 endlos heiß oder wir flüchten alle vor dem schlechten Wetter in die südlichen Ferienparadiese - vorausgesetzt, es wurde rechtzeitig gebucht.
Abkühlung wartet dann heute Abend im klimatisierten Kino.

Donnerstag, 12. April 2007

Spartaner stürmen an die Spitze / 100 Millionen für Tom Hanks

Genau wie in den USA schaffte die Comicverfilmung 300 auch in Deutschland in der ersten Woche Platz 1 der Kinocharts. Der auf der historischen Schlacht bei den Thermopylen basierende Actionfilm lockte trotz vieler Kontroversen unter den Kritikern ca. 745 000 Zuschauer in die Kinosäle (Quelle kino.de). Eine ausführliche Filmkritik zur Adaption von Frank Millers Comicroman lesen Sie bei Vieraugen Kino.

Für die Fortsetzung der Bestsellerverfilmung The Da Vinci Code-Sakrileg wird Hauptdarsteller Tom Hanks wohl mehr als fürstlich entlohnt werden. Gerüchten zufolge soll der 50jährige Hollywoodstar 100 Millionen Dollar Gage erhalten, wenn er den Symbologen Dr. Robert Langdon in Angels & Demons (deutscher Titel Illuminati) wieder spielt. Wann die Dreharbeiten beginnen sollen, ist noch unklar. Voraussichtlicher deutscher Kinostart ist der 11. Dezember 2008. Die Verfilmung des umstrittenen Romans (über den angeblich wahren Heiligen Gral) von Dan Brown war mit einem weltweiten Einspielergebnis von knapp 750 Millionen Dollar der zweiterfolgreichste Film im Jahr 2006. Die Geschichte von Illuminati, in der Langdon einen Anschlag auf den Vatikan zu verhindern sucht, spielt zeitlich vor den Ereignissen in Sakrileg. (Quelle: filmstarts.de)

Dienstag, 10. April 2007

Kinoärger: „The Contract“ fällt aus

Da habe ich mich schon seit Wochen auf den Thriller The Contract mit John Cusack und Morgan Freeman gefreut, und was muss ich da entdecken: Das Bamberger Multiplexkino, meine erste Anlaufstelle für Kinobesuche, hat den Film nicht im Programm. Zwar wurde er zu Beginn der vergangenen Woche noch großspurig beworben und war auch im Programm auf der Internetseite des Kinos verzeichnet, am Montag war's aber schon wieder vorbei.
Klar: Einige schlechte Kritiken hatten dem Film ganz schön zugesetzt. Dennoch hätte ich mir gerne eine eigene Meinung gebildet. Tja. Dafür wird's aber eine Kritik zu Number 23 geben.

Ein Wort noch zum Osterprogramm der Fernsehanstalten, das dieses Jahr nicht gerade überzeugend war: RTL konnte mit dem dritten Teil von Herr der Ringe fast fünf Millionen Bundesbürger vor die TV-Geräte locken. Ja haben die denn noch immer nicht die DVD?

Mittwoch, 4. April 2007

4,5 Millionen für die Fitness

Wieder einmal sorgt eine Nachricht für Unmut gegenüber der Europäischen Union. Satte 4,5 Millionen Euro soll die Sanierung und Erweiterung der Fitnessräume für die Parlamentarier kosten. Die Gesamtfläche der Anlage soll nach der Maßnahme etwa 2.700 Quadratmeter umfassen. Hinzu kommen unter anderem ein Stretchingbereich sowie eine Abteilung für Schönheitspflege.

4,5 Millionen Euro für einen Fitnessraum? Das ginge doch mit Sicherheit deutlich günstiger. Lösungsvorschlag 1: Fitnesscenter abschaffen. In der Umgebung des Parlaments befinden sich nach offiziellen Angaben fünf Möglichkeiten zum „Stretchen“. Lösungsvorschlag 2: Fitnesscenter privatisieren. Darin sollten die Politiker doch Übung haben.

Nähere Infos zu diesem Thema gibt's hier.

Montag, 2. April 2007

Spannendes TV-Wochenende

Das war einmal mehr ein TV-Wochenende nach meinem Geschmack.

Los gings am Samstag Abend mit Wetten Dass...? aus Freiburg. Erstmals hatte RTL gegen Thomas Gottschalk zeitgleich Dieter Bohlen und seine Show Deutschland sucht den Superstar (DSDS) antreten lassen. Quotenmäßig liefen beide Sendungen gut, Gottschalk büßte einige Zuschauer ein, konnte aber dennoch über der Marke von zehn Millionen bleiben.
Spannend war die Sendung allemal, die Wetten glücklicherweise auch besser als bei der Sendung zuvor. Beeindruckend: Ein Kandidat aus Coburg fuhr mit einem Unimog über zwei Stahlseile, die über den Hamburger Hafen auf einer Distanz von 100 Metern gespannt waren. So schwierig wie es aussah, war es sicher auch. Nähere Infos zur Sendung gibt's hier. (Link zu ZDF.de, Bildquelle: ZDF.de – Foto: Carmen Sauerbrei)

Danach ging es spannend weiter: Henry Maske stieg nach zehn Jahren Abstinenz wieder in den Ring und hatte keine Probleme, Gegner Virgil Hill zu besiegen, gegen den er 1997 seinen einzigen Kampf der Karriere verloren hatte. Über 16 Millionen Bundesbürger verfolgten das Ereignis.

Sonntag war dann Zukunft und Historie angesagt. Zuerst der letzte Teil der Serie 2057, die zeigte, dass künftige Kriege der Menschheit um Energiereserven und neue Technologien geführt werden.
Dann Troja. Den Kinofilm hatte die Vieraugen-Redaktion zwar schon im Kino gesehen (der Beweis), dennoch musste eine zweite Sichtung folgen. Noch immer sorgten historische Unwahrheiten und Fehler für Ärger, insgesamt hat es aber Spaß gemacht. Das ZDF zeigte im Anschluss noch eine Dokumentation über das wirkliche Troja und den Forschungsstand, die natürlich im Abendprogramm nicht fehlen durfte.

Tja, das war mein TV-Wochenende. An Ostern geht's dann mit Sicherheit spannend weiter.

Freitag, 30. März 2007

Mr. Bean wieder im Kino

Seit gestern ist Mr. Bean (Rowan Atkinson) zum zweitem Mal nach 1997 in den deutschen Kinos zu sehen. Nachdem er im ersten Teil Los Angeles unsicher gemacht hat, sorgt er im Nachfolger Mr. Bean macht Ferien für Chaos in Frankreich.

Wie sein Erfinder und Darsteller Rowan Atkinson (52) schon mehrfach bekannt gegeben hat, ist der zweite Kinofilm mit dem schweigsamen und schrulligen Tolpatsch Bean der letzte. Atkinson begründet dies damit, dass er langsam in ein Alter kommen würde, in welchem es zu schwierig wäre, die Figur angemessen zu spielen. Das ist zwar schade, aber irgendwie verständlich.

Lesen Sie aktuell bei Vieraugen Kino die Filmkritik zu Mr. Bean macht Ferien und eine DVD-Kritik zum Vorgänger, Bean - Der ultimative Katastrophenfilm.

Mittwoch, 28. März 2007

Neues vom WiXXer weiter auf Platz 1

Auch in der zweiten Spielwoche ist Neues vom WiXXer auf Platz 1 der deutschen Kinocharts, bei bisher gut 500.000 Besuchern. (Quelle: www.kino.de)

Bei Vieraugen Kino gibt es nun die Filmkritik zur Fortsetzung der erfolgreichen Edgar-Wallace-Parodie.

Bürgergeld für alle? Eine gute Idee?

In der aktuellen politischen Diskussion ist ein Thema aufgetaucht, das zwar nicht neu ist, aber – so bleibt doch zu hoffen – nicht nur ein Pausenfüller gewesen sein könnte. Das Bürgergeld.
Die Idee: Jeder Bundesbürger erhält vom Staat monatlich zwischen 600 und 800 Euro, ohne dafür etwas tun zu müssen. Dafür entfallen sämtliche Transferleistungen wie Arbeitslosengeld, Wohngeld, Werbungskosten, Steuerfreibeträge, Kindergeld usw. Wer etwas hinzuverdienen möchte, und das werden die meisten müssen, kann das gerne tun.

Mit weniger als 800 Euro werden insbesondere Singles im Monat keinesfalls auskommen, zumal auch für Arbeitslose das Wohngeld entfallen würde. Der Anreiz, sich einen Arbeitsplatz zu suchen, würde damit verstärkt. Für Familien ist ein derartiges System, gerade bei Alleinverdienern, allerdings förderlich.

Seien wir gespannt, ob das Thema weiter verfolgt wird. Nähere Infos gibt's auch auf den Internetseiten der Tageszeitung Die Welt.

Dienstag, 27. März 2007

Endlich geschafft! Kehlmanns „Vermessung der Welt“

Als Literatur Interessierter ist es fast eine Schande, eingestehen zu müssen, erst jetzt zum Lesen des Bestsellers „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann gekommen zu sein. Dennoch war es leider so.

Die Geschichte:
Die Wissenschaftler Humboldt und Gauß erforschen im 18. und 19. Jahrhundert die Welt – auf sehr unterschiedliche Weise. Während Humboldt durch Südamerika reist und von Mückenschwärmen geplagt wird, hat es sich Gauß in Göttingen gemütlich gemacht und betreibt seine Wissenschaft vom Schreibtisch aus.
Auf einem Kongress in Berlin lernen sie sich kennen und tauschen ihre Ideen aus.

Kommentar:
Daniel Kehlmann liefert ein äußerst spannendes Buch ab, dass sich in wenigen Stunden durchlesen lässt. Wer sich für Naturwissenschaft interessiert, wird begeistert sein. Leider wirkt die Geschichte durch ihr offenes Ende nicht abgeschlossen, auch ist die Zeichnung der Personen nicht sehr detailgetreu, sondern wirkt verallgemeinernd. Dennoch: Absolut lesenswert!

Wer sich für das Buch interessiert, kann es direkt über den folgenden Link bestellen: Die Vermessung der Welt

Samstag, 24. März 2007

Herzlich Willkommen im Vieraugen Blog

Herzlich Willkommen im Vieraugen Blog.