Mittwoch, 29. August 2007

Soll auch ich „Downshiften“?

Immer wieder werden wir von Modebegriffen traktiert, die vor Kurzem noch niemand kannte, die aber plötzlich in aller Munde sind. Dazu gehört das so genannte Downshifting.

Dieser englische Begriff meint zwar prinzipiell nichts anderes als Herunterkommen, Abschalten, Ruhe einkehren lassen. Aber heute kann eben jeder mit ein bisschen Geschäftssinn aus scheinbar banalen Themen etwas machen. In den USA funktioniert der Begriff schon länger, nun hat es – betrachte man nur die Bestsellerlisten – auch uns erwischt. Das beweist problemlos Hape Kerkeling, der nun schon gefühlt seit einer Ewigkeit mit Ich bin dann mal weg ganz weit oben steht.

Nein, niemand möchte dem geplagten (Büro-)Arbeiter seine Ruhepausen nehmen, aber ob es gleich der buddhistische Teppich in der Büroecke sein muss? Wie immer werden Modeerscheinungen hoch gelobt und verschwinden dann wieder ganz schnell. So war es immer und so wird es immer bleiben.

Ach übrigens: Ich bin auch ein Downshifter. Während ich diesen Eintrag schrieb, habe ich über 40 Mal die Taste Shift an meiner Tastatur nach unten gedrückt.

Mittwoch, 22. August 2007

Warum ich StudiVZ & Co. verschmähe

Datenschützer vermuten hinter Portalen wie dem StudiVZ oder den MySpace-Seiten seit jeher den ultimativen Daten-GAU. Bisher war ich da skeptisch, denn: Wer etwas über mich erfahren wollte, konnte schon immer meinen Namen einfach in Google eingeben und bekam dann die Infos aufgelistet: Wer ich bin, was ic so mache, für wen ich arbeite, ...

Nun scheint das aber eine ganz andere Dimension zu bekommen. Mit Spock.com ist in den USA ein Anbieter an den Start gegangen, der eine Personen-Suchmaschine anbietet. Dort tippe ich einen Namen ein und erhalte sofort Infos zur Person – ohne lange Suche und ohne Blättern durch verschiedenste Google-Suchergebnisse. Neben dem Namen sind auch Details aufgelistet, die nicht gerade jeder erfahren sollte: politische Gesinnung, Bilder von Saufpartys an der Uni usw. Es scheint kein Ende zu nehmen.
Nur wie geht das? Ganz einfach: Spock.com nimmt sich bevorzugt die Nutzerprofile aus Communitys wie dem StudiVZ vor. Auch geschützte Daten kann der Dienst auslesen, selbst wenn sie nicht als öffentlich markiert sind. Wer sich einmal z.B. bei MySpace umgeschaut hat, wird staunen. Ein künftiger Arbeitgeber findet auf einer derartigen Seite mehr über seinen (dann nicht mehr) zukünftigen Mitarbeiter als in einem noch so ausführlichen Lebenslauf.

Fazit: Manchmal ist es doch besser, nicht mit dem Strom zu schwimmen. Ich bleibe Seiten wie dem StudiVZ besser fern.

Montag, 20. August 2007

Turbulente Zeiten

Wir leben in „heißen Zeiten“. Klar, dieses Aussage trifft sowohl heute als auch morgen zu. Und einige würden sicher behaupten, dass die Zeiten doch schon immer so waren. Okay. Ich ziehe diese Aussage zurück – aber nur zum Teil.
Wer einige seiner „übrigen“ Euros an der Börse investiert hat, sei es in Fonds, Sparplänen oder Aktien, der wird in den vergangenen Tagen ganz schön mit seinem Geld gelitten haben und muss zu Beginn der neuen Woche feststellen, dass wohl das gute alte Sparbuch so verkehrt nicht ist.
Da ich auch genug habe von dem ewigen Auf und Ab, studiere ich zur Zeit einige Investment-Theorien. Mal schaun, was dabei herauskommt. Denn: Ein Buch mit dem Titel „Wie investiere ich richtig“ kann prinzipiell jeder schreiben, entscheidend ist aber, ob auch beim Leser etwas davon ankommt. Näheres zu meinen Leseabenteuern gibt's demnächst.