Freitag, 20. Juni 2008

EM 2008: Totgesagte leben länger – Deutschland im Halbfinale


Wer hätte nach den schwachen Spielen in der Vorrunde gegen Kroatien (1:2) und Österreich (1:0) noch einen Cent auf die deutsche Nationalmannschaft gesetzt? Jedenfalls haben es die Jungs von Trainer Jogi Löw mit dem 3:2 im EM-Viertelfinale gegen Portugal allen Kritikern gehörig gezeigt. Totgesagte leben eben länger.


Portugal – Deutschland 2:3 (1:2)

Überragender Mann einer im Vergleich zu den letzten Spielen um Klassen besseren DFB-Elf war Bastian Schweinsteiger, der zum zweiten Mal nach dem kleinen Finale der WM 2006 zum Schreck für Portugal wurde.

Nach toller Vorarbeit von Podolski erzielte „Schweini“ aus kurzer Distanz die Führung für Deutschland (22.). Bis dahin hatten die Zuschauer ein konzentriert zu Werke gehendes deutsches Team gesehen, das die Portugiesen beherrscht und sie nicht entfalten ließ. Dies setzte sich weiter fort, auch wenn natürlich die Iberer mit der Zeit ein wenig stärker wurden.

Aber erstmal war wieder Deutschland dran. Nach einer Freistoß-Flanke erzielte Miroslav Klose mit dem Kopf das 0:2, sein erstes EM-Tor. Vor der Pause kam Portugal allerdings noch zum nicht ganz unverdienten Anschluss. Cristiano Ronaldo entwischte Mertesacker und schoss aufs deutsche Tor. Diese Chance konnte Lehmann noch vereiteln, aber weder er noch der indisponierte Mertesacker konnten Nuno Gomes am erfolgreichen Nachschuss hindern (40.)

Nach der Pause hatten die Portugiesen ihre starke Phase, aber das Tor machte Deutschland. Eine erneute Freistoß-Flanke von Schweinsteiger nutzte diesmal Kapitän Ballack zum 1:3 (61.). In der Schlussphase kam Portugal noch zum 2:3. In der 87. flankte Nani zum eingewechselten Helder Postiga, der per Kopf vollendete. Doch Deutschland brachte den Sieg über die Zeit.

Im Halbfinale am Mittwoch, den 25. Juni in Basel auf den Sieger der Begegnung Kroatien – Türkei. Anstoß ist wie gewohnt um 20:45.

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